Sonntag, 21. November 2010

A TRIBUTE TO THE BEATLES

The Beatles. John, Paul, George und Ringo. Die vier Jungs aus Liverpool, England, haben mit ihrem Sound die Welt verändert. Kaum ein Tag, an dem nicht ein Song des berühmtesten (und besten?!) Songwriter-Duos Lennon/McCartney (28 Nr.-1-Singles in den USA) aus der Radiobox rieselt. Sie verkauften mehr Tonträger als alle Künstler vor und nach ihnen (ca. 1.3 Milliarden). Ich könnte noch seitenweise Superlativen der Band auflisten, doch für die meisten ist sowieso klar, dass The Fab Four die Band schlechthin waren, sind und für immer bleiben werden.

Die Pilzköpfe haben ihre wichtigsten Alben, darunter das erste Konzeptalbum der Popmusik "Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band" oder eines meiner liebsten "Abbey Road", alle zwischen 1963 (Please Please Me) und 1970 (Let it be) aufgenommen. In einer Zeit also, in der z.B. auch James Brown seine grössten Hits schrieb. Die 60er waren in der Geschichte der schwarzen Musik die Jahre des Soul, welcher dann anfangs der 70er vom Funk abgelöst wurde. Für mich musikhistorisch eines der wichtigsten Jahrzehnte überhaupt. Meine Plattensammlung würde um fast einen Drittel schrumpfen, müsste ich diese Jahrgänge aussortieren. Und gerade weil die Dichte des musikalischen Schaffens in dieser Ära so unglaublich gross war, beeinflussten sich die Künstler gegenseitig und viele Songs erhielten eine neue Seele eines anderen Genres eingehaucht. Es war also nur eine logische Konsequenz, dass Tausende von Künstlern sich an den Songs der Beatles bedienten, resp. vergriffen. Eine nicht alltägliche Auswahl aus den Genres Folk, Jazz, Rock, Soul, Reggae und Funk hab ich hier für euch ausgegraben und zusammengestellt. "Just hit the play (or download) button, and enjoy the worlds greatest band like you've never heard them before!"

DOWNLOAD DJ PESA's tribute to THE BEATLES


Donnerstag, 4. November 2010

HAPPY BIRTHDAY LES DEMERLE

Lester William DeMerle wird heute 64 Jahre alt. Normalerweise ein Alter, um in Rente zu gehen, oder? Aber gibt es überhaupt pensionierte Musiker - wohl nicht. Der in Brooklyn, New York, geborene Drummer (und Sänger!) studierte Schlagzeug und Perkussion sowie Musiktheorie und Harmonielehre. Er spielte bereits 16-jährig mit dem grossen Vibraphonvirtuosen Lionel Hampton.
1971 zog er nach Los Angeles und gründete die Band Transfusion, welche die Hausband im "The Cellar" Club war. Mit Transfusion nahm er auch die gleichnamige LP mit dem Hammer-Track "Moondial" auf. Der wohl aber bekannteste Song in Crate-Digger-Kreisen ist die phänomenale Coverversion des Beatles-Klassikers "A day in the life", zu finden auf der raren Spectrum-LP (1968). Ein grosser Dank geht an Buckwild, welcher uns 1994 mit OC's "Time's up" dieses tolle Sample ausgegraben hat.









Montag, 18. Oktober 2010


The Champ - Einer der ganz grossen Funk/B-Boy-Klassiker. Hier ein seltener Live-Mitschnitt einer KPM Allstars Night vom 6. Oktober 2006 im Jazz Cafe London. Mittendrin statt nur dabei - man steht praktisch live neben Library-Gott Alan Hawkshaw und sieht wie er in die Tasten seiner B3 haut. Irgendwie befremdend und bewegend zugleich, aber das ist wohl normal wenn Studiomusiker auf der Bühne stehen.

Das ganze KPM Allstars line-up war:

Conductors -- Keith Mansfield, Duncan Lamont, James Cameron, James Clarke
Trumpets - Steve Sidwell, Simon Gardner, Noel Langley
Trombones - Cliff Hardie, Colin Sheen, Dave Stewart
Saxes - Andy Mackintosh, Jamie Talbot, Phil Todd
Keyboards - Richard Cottle, Alan Hawkshaw
Guitar - Mitch Dalton
Bass - Dave Richmond
Drums - Ralph Salmins
Guest Drummer -- Brian Bennett
Percussion - Frank Ricotti
Vocals -- Madeline Bell, Kirsty Hawkshaw
Compere -- Peter Cox


Sonntag, 10. Oktober 2010

THE COVER ART OF BLUE NOTE REC.

















Blue Note Plattencover oder quadratische 31.5 cm x 31.5 cm pures Design. Die Plattencovers des Kult-Jazz-Labels Blue Note könnte man sich ungeniert ins Wohnzimmer hängen. Zu verdanken haben wir die zeitlos ästhetischen Wunderwerke allen voran zwei Personen.
Zum einen dem Fotografen Francis Wolff, zum andern dem Designer/Grafiker Reid Miles. Wolff gründete 1939 in New York zusammen mit Alfred Lion (beide übrigens früher in Berlin wohnhafte Juden, welche zur Zeit des Naziregimes in die USA emmigrierten) das legendäre Plattenlabel Blue Note Records.

Ab den frühen 50er-Jahren arbeitete Reid Miles als Grafiker für Blue Note Records. Wolff lieferte Miles authentische Momentaufnahmen der Jazzprotagonisten ab und dieser gestaltete damit einige der besten und prägendsten Schallplattencovers der Musikgeschichte. Rund 500 Covers in 15 Jahren entstanden auf diese Art und Weise.



Die Symbiose aus Wolffs Aufnahmen und Miles' an die konkrete Kunst erinnernden monotonen Farbblöcken, gepaart mit aussergewöhnlichen Fonts, bewegen sich zwischen typografischen Meisterleistungen und Kunst.
Erstaunlicherweise hörte sich Miles die Musik, für welche er die Covers gestaltete, nie an. Er bevorzugte klassische Musik und holte sich seine Inspiration aus Unterhaltungen mit Alfred Lion.




Vor anderthalb Jahren veröffentlichte der Designer Logan Walters eine Serie von eigens gestalteten Wu-Tang Plattencovers, inspiriert durch das Artwork der alten Blue Note Covers. Obwohl die Ikonen von Reid Miles für mich unerreicht bleiben, so können sich Walters' Entwürfe durchaus sehen lassen.























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Freitag, 8. Oktober 2010

MNROTM: "WHAT IT IS" BY S.O.U.L.














ARTIST: S.O.U.L.
ALBUM: What it is
LABEL: Musicor MS 3195
RECORDED: 1971

S.O.U.L. steht für Sounds of Unity and Love.
Die Platte ist ein Soul/Funk-Klassiker, bei DJs sehr beliebt und vielleicht auch deshalb vor einigen Jahren auf BGP als Reissue wiederveröffentlicht worden.
Die vierköpfige Band aus Cleveland, OH bestand aus Lee Lovett (bass), Gus Hawkins (sax/flute), Paul Stubblefield (drums) und Walter Winston (guitar). Larry Hancock (vocals/organ) kam 1971 zur Band und Bernard (Beloyd) Taylor (guitar) ersetzte Winston 1972. 
S.O.U.L. gewann 1970 einen Bandcontest. Der Hauptpreis bestand aus 1000 Dollar und einem Plattendeal beim Label Musicor Records. Die vier Jungs gingen nach New York und nahmen zuerst ein paar Singels und dann das Album auf. Von den sieben LP-Titeln sind deren vier Covers. Vorallem die Versionen der Klassiker "Burning Spear" und "Express Yourself" gehören zu den besten je eingespielten. 






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Montag, 27. September 2010

JAMES TATUM "CONTEMPORARY JAZZ MASS"

Nach rund zweimonatiger Sommerpause bin ich zurück mit einem Jazzleckerbissen aus Detroit. Wenn man die Motor-town und das Black Music Genre durch den Fleischwolf dreht kommt unten meistens Soul-Queen Aretha Franklin oder Rap-Superstar Eminem raus. Für einmal steht jedoch ein ganz anderer im Scheinwerferlicht - der Jazzpianist James Tatum.
Mr. James Tatum himself beantwortete mir exklusiv einige Fragen zu seinem Spiritual-Jazz Meisterwerk "Contemporary Jazz Mass". 
Als ich das Album vor ca. drei Jahren das erste Mal hörte war ich überwältigt. So etwas hatte ich zuvor noch nie gehört. Ruhiger, melancholischer, spiritueller Modaljazz mit teilweise fast meditativem Charakter. Hier schon mal eine kleine Kostprobe...



The Interview

Pesa: "The "Jazz Mass" album is on your own label JTTP records. Why and when did you start your own label?"

James Tatum:"The James Tatum Trio Plus has been incorporated as a business in entertainment since 1969,  All original compositions copyrights are in the exclusive property of JTTP, Inc."



Pesa: "Do you know how many copies of this record have been pressed?"

James Tatum: "In the beginning year of 1975, there were over 5'000 pressed recorded LP's made during this year."


Pesa: "There exist two different covers of the record. One is in color, the other one is just black and white. What's the story behind these two different covers?"


James Tatum:"At that time, I wanted to find out which cover would be markable for direct promotion. The first choice was color but the black and white was more economical."


Pesa: "What was the reaction and feedback of the crowd in the church in May 1973, when you played your jazz mass for the first time?"


James Tatum:"It was a big success. Since that year, The Contemporary Jazz Mass has been performed in many of the Catholic churches in the city of Detroit. Excerpts from the Jazz Mass has been performed in other denomination churches. Other cities such as Chicago, Dallas and Minneapolis."
 

Pesa:  "Was the LP recorded in May 1973 during that first performance in the St. Cecilia church?"

James Tatum: "No, it was not recorded during the first performance, but later in 1974 at St. Cecilia Church."


Pesa: "Have you planned to perform in Europe again, maybe even in Switzerland?"

James Tatum: "By special request from the Arts Council of Switzerland, I would love to perform The Contemporary Jazz Mass in Concert."
 
In 2008, the revised Contemporary Jazz Mass has been recorded on DVD.

Mr. James Tatum, Thank you very much for talking from behind the scenes of an extraordinary jazz record!

James Tatum ist heute noch als Jazzpianist und Komponist tätig. Er geht regelmässig in Schulen und fördert bei Schülern und Studenten das Verständnis für die Jazzmusik und deren Geschichte. Mit seiner James Tatum Foundation versucht er junge Talente in verschiedenen künstlerischen Bereichen zu fördern.
Checkt seine Webseiten:


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Samstag, 17. Juli 2010

MNROTM: "RASS!" BY MONTY ALEXANDER

ARTIST: Monty Alexander
ALBUM: Rass!
LABEL: MPS 25352
RECORDED: 1974

MNROTM steht für "My new record of the month". 

Monty Alexanders "Rass!" ist ein Knaller. Der 1944 in Kingston, Jamaica geborene Jazz-Pianist vereinigt auf dieser LP warmen Souljazz mit karibischen Reaggaeriddims. Das Ergebnis: der perfekte Sommersoundtrack! Das Album wurde 1974 in Kingston aufgenommen und auf dem deutschen Jazzkultlabel MPS (Musik Produktion Schwarzwald) veröffentlicht. Es existieren zwei Versionen, eine deutsche und die amerikanische (Bild). Beide fehlen leider meistens in den Plattenlädenabteilungen des Künstlers. Mein persönliches Highlight der Platte ist das Al Green Cover "Love and happiness", welches die Verschmelzung von Soul, Jazz und Reggae perfekt auf den Punkt bringt. Mit Monty am Rhodes und dem virtuosen Ernest Ranglin an der Gitarre kann ja eigentlich gar nichts schief gehen, oder?! "A native Jamaican expatriate named MONTY ALEXANDER returns to Kingston to play music with his local friends... music which isn't really heard any more there in any serious context. Rhythm dominates this session... sometimes heavy, sometimes light".

Monty Alexander - Love and happiness

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