Donnerstag, 20. Januar 2011
ALICE CLARK
ARTIST: ALICE CLARK
LABEL: MAINSTREAM RECORDS 362
RECORDED: 1972
My new record of the month!
Alice Clarks Album ist vielleicht die beste Female-Soul-Platte, die je produziert wurde. Wer James Browns funky Divas à la Lyn Collins, Marva Whitney oder Vickie Anderson mag, wird Alice Clark lieben. Die Platte lässt sich ohne Durchhänger von A bis Z durchhören. Die vom bekannten Ernie Wilkins arrangierten Soul-Nummern kommen mal jazzy, mal funky oder mit einem Schuss Blues daher und Alice Clark singt dazu mit ihrer klaren, bestechenden Soulstimme, als wäre es das einfachste der Welt. Es stechen keine einzelnen Tracks wirklich heraus, es ist vielmehr das von Labelgründer Bob Shad produzierte Gesamtwerk, das dieses Album zu einem Soul-Meilenstein und meiner momentanen Lieblingsplatte macht.
Das Mainstream-Label wurde 1964 gegründet und veröffentlichte neben Rockigem auch zahlreiche Jazz-Alben bekannter Künstler wie Blue Mitchell oder Charles Kynard. Das Cover-Artwork ist ein Erkennungszeichen des Labels. Bei vielen Veröffentlichungen ziert ein von einem weissen Rahmen umgebenes Foto des Künstlers, ergänzt mit Name und Labelnummer, die Plattenhülle.
Labels:
Alice Clark,
Diggin in the crates,
MNROTM,
Soul
Sonntag, 5. Dezember 2010
THE VALUE OF RECORDS
Vor ein paar Wochen wechselte auf Ebay eine Platte für 1'575 USD den Besitzer. An sich nichts besonderes, doch für mich schon, denn dieser heilige Gral des Latin-Jazz steht auch in meiner Sammlung. Die Platte ist toll, keine Frage, aber über fünfzehn-hundert Dollar? Dafür bekommt man ein billiges Occasionsauto oder man wohnt einen Monat. Für Aussenstehende scheinen solche Preise exorbitant, für Plattensammler sind sie (leider) Realität. Was natürlich noch lange nicht heisst, dass alle Vinylfanatiker solche Summen ausgeben. Auf jeden Fall war der Endpreis dieser Auktion für mich Anlass genug, wieder mal über den Wert von Platten zu sinnieren.

Schallplatten haben wie viele andere Sammelobjekte einen materiellen und einen idellen Wert. Der materielle ist mehr oder weniger objektiv und richtet sich bei gesuchten Originalpressungen nach Ebayauktionen (popsike) oder Händlerlisten. Natürlich bestimmen auch Nachfrage und Angebot den Preis. Dabei ist interessanterweise zu beobachten, dass Reissues vielfach den Preis des Originals in die Höhe schnellen lassen, anstatt umgekehrt wie vielleicht angenommen. Doch was bringt einen Sammler dazu, das zigfache des Preises einer Nachpressung für ein Original auszugeben? Es gibt sicherlich verschiedene Beweggründe. Manchmal ist die Soundqualität besser oder die Verarbeitung des Covers hochwertiger. Realistisch betrachtet sind dies jedoch keine plausiblen Gründe, um diese Preise zu rechtfertigen. Aber die Sammler und Jäger - Orginalfetischisten sind wohl fast ausschliesslich männlichen Geschechts - sind auch keine Realisten, sondern kranke Süchtige. Sie wollen das Original, um fast jeden Preis. Lieber keine neuen Schuhe, obwohl die alten Löcher haben, oder ein paar Wochen einen auf Vegetarier machen, um das so gesparte Geld in Vinyl zu investieren.
Einen hohen Suchtfaktor hat auch das "Diggen", also das Suchen nach Platten. Sei dies auf Flohmärkten, in Brockenhäusern oder neuzeitlich auch virtuell, auf dem weltweiten Netz. Der Kick hierbei ist das Finden einer wertvollen Platte, die man nun fast umsonst bekommt. Natürlich ist die Chance relativ klein, doch aus eigener Erfahrung kann ich schreiben, dass ich immer wieder richtige Perlen gefunden habe. Und war's mal nicht mein Musikgeschmack, hab ich die Platte verkauft und mir damit etwas von meiner Wantslist finanziert. Das Faszinierende am Plattensammeln ist auch der Moment, in dem man die Platte, welche seit fünf Jahren auf der Suchliste steht, endlich sein Eigen nennen kann. Ich hatte früher ziemlich viele Platten und hab mit der Zeit fast den Überblick verloren.
Afrika Bambaataa aka the "Master of Records" sagte einmal, er kaufe sich eine Platte einfach ein zweites oder drittes Mal, denn das würde eindeutig schneller gehen als die Platte in seiner Sammlung zu suchen, respektive zu finden. Seit Jahren bin ich daran auszumisten, und was ich nicht mehr höre, oder auch Platten, die man relativ leicht wieder finden kann, werden verkauft, um den Erlös sogleich wieder in neues Vinyl zu investieren. Der Kern meiner Sammlung umfasst nur ein paar hundert Platten, sozusagen meine persönliche Essenz jedes Genres. Dafür hat fast jede LP ihre Geschichte (hier wären wir nun beim ideellen Wert), und sie finden auch immer wieder den Weg auf meinen Plattenspieler, was bei grossen Sammlungen fast nicht möglich ist. Anzeichen für eine zu grosse Sammlung sind meiner Meinung nach, wenn man gar nicht mehr weiss, welche Platten man alle besitzt. Um dies herauszufinden, gibt es ein kleines Spiel: Man bittet eine Person, blindlings ein paar Platten aus der Sammlung rauszupflücken und dann von jeder ein beliebiges Stück laufen zu lassen. Wenn man dann die Platte nicht erkennt, hat man bereits verloren. Ich habe vor 10 Jahren regelmässig verloren.
Aber wo liegt jetzt nun eigentlich die Schmerzgrenze des Kaufpreises einer Schallplatte? Ich kenne Sammler, die geben nie mehr als 50 $ für eine Platte aus, andere nicht mehr als 100 $, bei wieder anderen ist die Grenze bei 1000 $ und für die letzten ist wohl die Frage des Preises gar keine. Noch eine Stufe abstruser wird es bei denjenigen collectors, welche "sealed records", also noch verschweisste Platten, sammeln. Sie kaufen also für Unsummen Tonträger, ohne dass je eine Nadel das Vinyl sieht. Sie wissen nicht mal mit absoluter Sicherheit, ob die richtige Patte in der Hülle ist.
Die extremste Aussage, welche ich je gelesen hatte, war diejenige von Tim Brown in Kev Roberts Northern Soul Bibel "Northern Soul Top 500". Tim besitzt eine von zwei bekannten Soul 45s von Frank Wilsons "Do I love you (indeed I do)". Der schottische DJ und Sammler Kenny Burrell kaufte 1999 die andere 7-inch und bezahlte dafür 15'000 GBP. Tim meint dazu: "A truly awesome piece of vinyl, and worth every penny of fifteen grand!" Hier könnt ihr euch den Song anhören, entscheidet selbst ob jede Sekunde 155 Dollar Wert ist.

Schallplatten haben wie viele andere Sammelobjekte einen materiellen und einen idellen Wert. Der materielle ist mehr oder weniger objektiv und richtet sich bei gesuchten Originalpressungen nach Ebayauktionen (popsike) oder Händlerlisten. Natürlich bestimmen auch Nachfrage und Angebot den Preis. Dabei ist interessanterweise zu beobachten, dass Reissues vielfach den Preis des Originals in die Höhe schnellen lassen, anstatt umgekehrt wie vielleicht angenommen. Doch was bringt einen Sammler dazu, das zigfache des Preises einer Nachpressung für ein Original auszugeben? Es gibt sicherlich verschiedene Beweggründe. Manchmal ist die Soundqualität besser oder die Verarbeitung des Covers hochwertiger. Realistisch betrachtet sind dies jedoch keine plausiblen Gründe, um diese Preise zu rechtfertigen. Aber die Sammler und Jäger - Orginalfetischisten sind wohl fast ausschliesslich männlichen Geschechts - sind auch keine Realisten, sondern kranke Süchtige. Sie wollen das Original, um fast jeden Preis. Lieber keine neuen Schuhe, obwohl die alten Löcher haben, oder ein paar Wochen einen auf Vegetarier machen, um das so gesparte Geld in Vinyl zu investieren.
Einen hohen Suchtfaktor hat auch das "Diggen", also das Suchen nach Platten. Sei dies auf Flohmärkten, in Brockenhäusern oder neuzeitlich auch virtuell, auf dem weltweiten Netz. Der Kick hierbei ist das Finden einer wertvollen Platte, die man nun fast umsonst bekommt. Natürlich ist die Chance relativ klein, doch aus eigener Erfahrung kann ich schreiben, dass ich immer wieder richtige Perlen gefunden habe. Und war's mal nicht mein Musikgeschmack, hab ich die Platte verkauft und mir damit etwas von meiner Wantslist finanziert. Das Faszinierende am Plattensammeln ist auch der Moment, in dem man die Platte, welche seit fünf Jahren auf der Suchliste steht, endlich sein Eigen nennen kann. Ich hatte früher ziemlich viele Platten und hab mit der Zeit fast den Überblick verloren.
Afrika Bambaataa aka the "Master of Records" sagte einmal, er kaufe sich eine Platte einfach ein zweites oder drittes Mal, denn das würde eindeutig schneller gehen als die Platte in seiner Sammlung zu suchen, respektive zu finden. Seit Jahren bin ich daran auszumisten, und was ich nicht mehr höre, oder auch Platten, die man relativ leicht wieder finden kann, werden verkauft, um den Erlös sogleich wieder in neues Vinyl zu investieren. Der Kern meiner Sammlung umfasst nur ein paar hundert Platten, sozusagen meine persönliche Essenz jedes Genres. Dafür hat fast jede LP ihre Geschichte (hier wären wir nun beim ideellen Wert), und sie finden auch immer wieder den Weg auf meinen Plattenspieler, was bei grossen Sammlungen fast nicht möglich ist. Anzeichen für eine zu grosse Sammlung sind meiner Meinung nach, wenn man gar nicht mehr weiss, welche Platten man alle besitzt. Um dies herauszufinden, gibt es ein kleines Spiel: Man bittet eine Person, blindlings ein paar Platten aus der Sammlung rauszupflücken und dann von jeder ein beliebiges Stück laufen zu lassen. Wenn man dann die Platte nicht erkennt, hat man bereits verloren. Ich habe vor 10 Jahren regelmässig verloren.
Aber wo liegt jetzt nun eigentlich die Schmerzgrenze des Kaufpreises einer Schallplatte? Ich kenne Sammler, die geben nie mehr als 50 $ für eine Platte aus, andere nicht mehr als 100 $, bei wieder anderen ist die Grenze bei 1000 $ und für die letzten ist wohl die Frage des Preises gar keine. Noch eine Stufe abstruser wird es bei denjenigen collectors, welche "sealed records", also noch verschweisste Platten, sammeln. Sie kaufen also für Unsummen Tonträger, ohne dass je eine Nadel das Vinyl sieht. Sie wissen nicht mal mit absoluter Sicherheit, ob die richtige Patte in der Hülle ist.
Die extremste Aussage, welche ich je gelesen hatte, war diejenige von Tim Brown in Kev Roberts Northern Soul Bibel "Northern Soul Top 500". Tim besitzt eine von zwei bekannten Soul 45s von Frank Wilsons "Do I love you (indeed I do)". Der schottische DJ und Sammler Kenny Burrell kaufte 1999 die andere 7-inch und bezahlte dafür 15'000 GBP. Tim meint dazu: "A truly awesome piece of vinyl, and worth every penny of fifteen grand!" Hier könnt ihr euch den Song anhören, entscheidet selbst ob jede Sekunde 155 Dollar Wert ist.
Sonntag, 21. November 2010
A TRIBUTE TO THE BEATLES
The Beatles. John, Paul, George und Ringo. Die vier Jungs aus Liverpool, England, haben mit ihrem Sound die Welt verändert. Kaum ein Tag, an dem nicht ein Song des berühmtesten (und besten?!) Songwriter-Duos Lennon/McCartney (28 Nr.-1-Singles in den USA) aus der Radiobox rieselt. Sie verkauften mehr Tonträger als alle Künstler vor und nach ihnen (ca. 1.3 Milliarden). Ich könnte noch seitenweise Superlativen der Band auflisten, doch für die meisten ist sowieso klar, dass The Fab Four die Band schlechthin waren, sind und für immer bleiben werden.
Die Pilzköpfe haben ihre wichtigsten Alben, darunter das erste Konzeptalbum der Popmusik "Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band" oder eines meiner liebsten "Abbey Road", alle zwischen 1963 (Please Please Me) und 1970 (Let it be) aufgenommen. In einer Zeit also, in der z.B. auch James Brown seine grössten Hits schrieb. Die 60er waren in der Geschichte der schwarzen Musik die Jahre des Soul, welcher dann anfangs der 70er vom Funk abgelöst wurde. Für mich musikhistorisch eines der wichtigsten Jahrzehnte überhaupt. Meine Plattensammlung würde um fast einen Drittel schrumpfen, müsste ich diese Jahrgänge aussortieren. Und gerade weil die Dichte des musikalischen Schaffens in dieser Ära so unglaublich gross war, beeinflussten sich die Künstler gegenseitig und viele Songs erhielten eine neue Seele eines anderen Genres eingehaucht. Es war also nur eine logische Konsequenz, dass Tausende von Künstlern sich an den Songs der Beatles bedienten, resp. vergriffen. Eine nicht alltägliche Auswahl aus den Genres Folk, Jazz, Rock, Soul, Reggae und Funk hab ich hier für euch ausgegraben und zusammengestellt. "Just hit the play (or download) button, and enjoy the worlds greatest band like you've never heard them before!"
DOWNLOAD DJ PESA's tribute to THE BEATLES
Die Pilzköpfe haben ihre wichtigsten Alben, darunter das erste Konzeptalbum der Popmusik "Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band" oder eines meiner liebsten "Abbey Road", alle zwischen 1963 (Please Please Me) und 1970 (Let it be) aufgenommen. In einer Zeit also, in der z.B. auch James Brown seine grössten Hits schrieb. Die 60er waren in der Geschichte der schwarzen Musik die Jahre des Soul, welcher dann anfangs der 70er vom Funk abgelöst wurde. Für mich musikhistorisch eines der wichtigsten Jahrzehnte überhaupt. Meine Plattensammlung würde um fast einen Drittel schrumpfen, müsste ich diese Jahrgänge aussortieren. Und gerade weil die Dichte des musikalischen Schaffens in dieser Ära so unglaublich gross war, beeinflussten sich die Künstler gegenseitig und viele Songs erhielten eine neue Seele eines anderen Genres eingehaucht. Es war also nur eine logische Konsequenz, dass Tausende von Künstlern sich an den Songs der Beatles bedienten, resp. vergriffen. Eine nicht alltägliche Auswahl aus den Genres Folk, Jazz, Rock, Soul, Reggae und Funk hab ich hier für euch ausgegraben und zusammengestellt. "Just hit the play (or download) button, and enjoy the worlds greatest band like you've never heard them before!"
DOWNLOAD DJ PESA's tribute to THE BEATLES
Labels:
Diggin in the crates,
Funk,
Jazz,
Rock,
Soul,
The Beatles
Donnerstag, 4. November 2010
HAPPY BIRTHDAY LES DEMERLE
Lester William DeMerle wird heute 64 Jahre alt. Normalerweise ein Alter, um in Rente zu gehen, oder? Aber gibt es überhaupt pensionierte Musiker - wohl nicht. Der in Brooklyn, New York, geborene Drummer (und Sänger!) studierte Schlagzeug und Perkussion sowie Musiktheorie und Harmonielehre. Er spielte bereits 16-jährig mit dem grossen Vibraphonvirtuosen Lionel Hampton.
1971 zog er nach Los Angeles und gründete die Band Transfusion, welche die Hausband im "The Cellar" Club war. Mit Transfusion nahm er auch die gleichnamige LP mit dem Hammer-Track "Moondial" auf. Der wohl aber bekannteste Song in Crate-Digger-Kreisen ist die phänomenale Coverversion des Beatles-Klassikers "A day in the life", zu finden auf der raren Spectrum-LP (1968). Ein grosser Dank geht an Buckwild, welcher uns 1994 mit OC's "Time's up" dieses tolle Sample ausgegraben hat.
Labels:
Birthday,
Diggin in the crates,
Hidden Treasures,
Jazz,
Les DeMerle,
Rap
Montag, 18. Oktober 2010

The Champ - Einer der ganz grossen Funk/B-Boy-Klassiker. Hier ein seltener Live-Mitschnitt einer KPM Allstars Night vom 6. Oktober 2006 im Jazz Cafe London. Mittendrin statt nur dabei - man steht praktisch live neben Library-Gott Alan Hawkshaw und sieht wie er in die Tasten seiner B3 haut. Irgendwie befremdend und bewegend zugleich, aber das ist wohl normal wenn Studiomusiker auf der Bühne stehen.
Das ganze KPM Allstars line-up war:
Conductors -- Keith Mansfield, Duncan Lamont, James Cameron, James Clarke
Trumpets - Steve Sidwell, Simon Gardner, Noel Langley
Trombones - Cliff Hardie, Colin Sheen, Dave Stewart
Saxes - Andy Mackintosh, Jamie Talbot, Phil Todd
Keyboards - Richard Cottle, Alan Hawkshaw
Guitar - Mitch Dalton
Bass - Dave Richmond
Drums - Ralph Salmins
Guest Drummer -- Brian Bennett
Percussion - Frank Ricotti
Vocals -- Madeline Bell, Kirsty Hawkshaw
Compere -- Peter Cox
Das ganze KPM Allstars line-up war:
Conductors -- Keith Mansfield, Duncan Lamont, James Cameron, James Clarke
Trumpets - Steve Sidwell, Simon Gardner, Noel Langley
Trombones - Cliff Hardie, Colin Sheen, Dave Stewart
Saxes - Andy Mackintosh, Jamie Talbot, Phil Todd
Keyboards - Richard Cottle, Alan Hawkshaw
Guitar - Mitch Dalton
Bass - Dave Richmond
Drums - Ralph Salmins
Guest Drummer -- Brian Bennett
Percussion - Frank Ricotti
Vocals -- Madeline Bell, Kirsty Hawkshaw
Compere -- Peter Cox
Labels:
Alan Hawkshaw,
Breaks,
Funk,
KPM,
Song of the week
Samstag, 16. Oktober 2010
Sonntag, 10. Oktober 2010
THE COVER ART OF BLUE NOTE REC.
Blue Note Plattencover oder quadratische 31.5 cm x 31.5 cm pures Design. Die Plattencovers des Kult-Jazz-Labels Blue Note könnte man sich ungeniert ins Wohnzimmer hängen. Zu verdanken haben wir die zeitlos ästhetischen Wunderwerke allen voran zwei Personen.
Zum einen dem Fotografen Francis Wolff, zum andern dem Designer/Grafiker Reid Miles. Wolff gründete 1939 in New York zusammen mit Alfred Lion (beide übrigens früher in Berlin wohnhafte Juden, welche zur Zeit des Naziregimes in die USA emmigrierten) das legendäre Plattenlabel Blue Note Records.
Ab den frühen 50er-Jahren arbeitete Reid Miles als Grafiker für Blue Note Records. Wolff lieferte Miles authentische Momentaufnahmen der Jazzprotagonisten ab und dieser gestaltete damit einige der besten und prägendsten Schallplattencovers der Musikgeschichte. Rund 500 Covers in 15 Jahren entstanden auf diese Art und Weise.
Die Symbiose aus Wolffs Aufnahmen und Miles' an die konkrete Kunst erinnernden monotonen Farbblöcken, gepaart mit aussergewöhnlichen Fonts, bewegen sich zwischen typografischen Meisterleistungen und Kunst.Erstaunlicherweise hörte sich Miles die Musik, für welche er die Covers gestaltete, nie an. Er bevorzugte klassische Musik und holte sich seine Inspiration aus Unterhaltungen mit Alfred Lion.
Ab den frühen 50er-Jahren arbeitete Reid Miles als Grafiker für Blue Note Records. Wolff lieferte Miles authentische Momentaufnahmen der Jazzprotagonisten ab und dieser gestaltete damit einige der besten und prägendsten Schallplattencovers der Musikgeschichte. Rund 500 Covers in 15 Jahren entstanden auf diese Art und Weise.Die Symbiose aus Wolffs Aufnahmen und Miles' an die konkrete Kunst erinnernden monotonen Farbblöcken, gepaart mit aussergewöhnlichen Fonts, bewegen sich zwischen typografischen Meisterleistungen und Kunst.
Vor anderthalb Jahren veröffentlichte der Designer Logan Walters eine Serie von eigens gestalteten Wu-Tang Plattencovers, inspiriert durch das Artwork der alten Blue Note Covers. Obwohl die Ikonen von Reid Miles für mich unerreicht bleiben, so können sich Walters' Entwürfe durchaus sehen lassen.

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Freitag, 8. Oktober 2010
MNROTM: "WHAT IT IS" BY S.O.U.L.
ALBUM: What it is
LABEL: Musicor MS 3195
RECORDED: 1971
S.O.U.L. steht für Sounds of Unity and Love.
Die Platte ist ein Soul/Funk-Klassiker, bei DJs sehr beliebt und vielleicht auch deshalb vor einigen Jahren auf BGP als Reissue wiederveröffentlicht worden.
Die vierköpfige Band aus Cleveland, OH bestand aus Lee Lovett (bass), Gus Hawkins (sax/flute), Paul Stubblefield (drums) und Walter Winston (guitar). Larry Hancock (vocals/organ) kam 1971 zur Band und Bernard (Beloyd) Taylor (guitar) ersetzte Winston 1972.
S.O.U.L. gewann 1970 einen Bandcontest. Der Hauptpreis bestand aus 1000 Dollar und einem Plattendeal beim Label Musicor Records. Die vier Jungs gingen nach New York und nahmen zuerst ein paar Singels und dann das Album auf. Von den sieben LP-Titeln sind deren vier Covers. Vorallem die Versionen der Klassiker "Burning Spear" und "Express Yourself" gehören zu den besten je eingespielten.
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