ARTIST: Monty Alexander
ALBUM: Rass!
LABEL: MPS 25352
RECORDED: 1974
MNROTM steht für "My new record of the month".
Monty Alexanders "Rass!" ist ein Knaller. Der 1944 in Kingston, Jamaica geborene Jazz-Pianist vereinigt auf dieser LP warmen Souljazz mit karibischen Reaggaeriddims. Das Ergebnis: der perfekte Sommersoundtrack! Das Album wurde 1974 in Kingston aufgenommen und auf dem deutschen Jazzkultlabel MPS (Musik Produktion Schwarzwald) veröffentlicht. Es existieren zwei Versionen, eine deutsche und die amerikanische (Bild). Beide fehlen leider meistens in den Plattenlädenabteilungen des Künstlers. Mein persönliches Highlight der Platte ist das Al Green Cover "Love and happiness", welches die Verschmelzung von Soul, Jazz und Reggae perfekt auf den Punkt bringt. Mit Monty am Rhodes und dem virtuosen Ernest Ranglin an der Gitarre kann ja eigentlich gar nichts schief gehen, oder?! "A native Jamaican expatriate named MONTY ALEXANDER returns to Kingston to play music with his local friends... music which isn't really heard any more there in any serious context. Rhythm dominates this session... sometimes heavy, sometimes light".
Monty Alexander - Love and happiness
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Samstag, 17. Juli 2010
Samstag, 19. Juni 2010
RECORDSTORE #3: ZERO ZERO RECORDS

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"Ich hatte 200 Stück davon rumstehen, kein Schwein hat's interessiert. Und dann, 10 Jahre später, schrien alle danach - innert kurzer Zeit hab ich alle verkauft." Diese, ähnliche und andere Geschichten hat mir Hänsel schon ein paar mal erzählt. Ich mag seine Anekdoten, seinen musikalischen Horizont und händlerischen Weitblick. Er weiss heute, was in 10 Jahren gesucht sein wird. Klar kann auch er sich mal verspekulieren, aber Hänsels Devise:"Fast jede Platte wird irgendwann von irgendjemandem gesucht.", trifft eigentlich immer zu. "Man muss halt manchmal einfach ein paar Jahre warten können."
Zum Zero Zero in der Bäckerstrasse in Zürich pflege ich eine ganz besondere Beziehung. Beim wandelnden menschlichen Vinyllexikon aka Hans aka MC Hänsel kaufte ich bereits mit 16 Jahren meine ersten Funk-Platten ein. Hänsel verkaufte mir dem Alphabeth folgend nach und nach die Klassiker der 70er Black Music. Beim ersten Besuch reichte mein Budget gerade von A wie Average White Band bis zum B wie den Bar-Kays. Die beiden nächsten Einkäufe gingen alleine aufs Konto vom Godfather of Soul himself: B wie Brown, James Brown! Ein paar Wochen später kamen dann die Commodores und Lyn Collins dazu... den Rest könnt ihr euch ja denken. Nach dem Funk kam der Soul, dann der Rap, später der Jazz und schliesslich vor ein paar Jahren der Rock. Von der alphabetischen Vorgehensweise bin ich zwar nach dem Funk bereits weggekommen, doch noch heute, gut 15 Jahre später, kann ich bei Hans immer noch meine Wants-List abarbeiten. Was im Zero Zero in den letzten zwanzig Jahren an Rare Grooves über den Ladentisch ging, lässt jedes Sammlerherz höher schlagen. Fazit: Egal, was ihr sucht: rare Disco-Maxis, vergriffenen Oldschool-Rap, rockige Drum-Breaks, Samples oder B-Boy Klassiker: MC Hänsel besorgt euch den Sound und die dazugehörige Story. Check it out!
Name: Zero Zero
Existiert seit: 1992
Angebot: Funk, Rock, Rap, Reggae, Blues, Jazz, 12"s
Öffnungszeiten: Mo: geschlossen, Di - Fr: 12 - 18.30h, Sa: 10 - 16h
Kontakt:
Adresse: Bäckerstrasse 54, Zürich, Schweiz
Telefon: +41 44 241 85 20
Mail: john@zerozero.ch
Website: http://www.zerozero.ch
My all-time top 5 LPs
1. Aynsley Dunbar - To mum from Ansley and the boys
2. Ramatan - same
3. Radio Moscow - Brain Cycles
4. The Heavy - The house that dirt built
5. Wheedles Groove - Kearney Barton
1. Aynsley Dunbar - To mum from Ansley and the boys
2. Ramatan - same
3. Radio Moscow - Brain Cycles
4. The Heavy - The house that dirt built
5. Wheedles Groove - Kearney Barton
My all-time top 5 Songs
1. Daybreak - Everything man (soul 7")
2. Bar-Kays - Give it up (12" Promo)
3. Willie Bobo - Always there (12")
4. Motörhead - Jailbait
5. UFO - Boogie for george (live version)
1. Daybreak - Everything man (soul 7")
2. Bar-Kays - Give it up (12" Promo)
3. Willie Bobo - Always there (12")
4. Motörhead - Jailbait
5. UFO - Boogie for george (live version)
Shout-Outs from the owner:
"The world needs tons of records - feel free - relax - next!" MC Hänsel
"The world needs tons of records - feel free - relax - next!" MC Hänsel
Donnerstag, 10. Juni 2010
ALOE BLACC - LIVE!
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Letzten Freitag war ich Gast-DJ am Helsinki-Soulstew, wo mir Herr Wempe (Sonic Records) steckte, dass Aloe Blacc am Dienstagabend für ein kurzes Promo-Set in die kleine Bombay-Bar im Zürcher Langstrasse-Quartier vorbeischauen würde. Das konnte ich mir natürlich nicht entgehen lassen, denn seit ich "I need a dollar" vor ein paar Wochen entdeckte, geht mir die Piano-Hook nicht mehr aus dem Kopf. (Der Song ist übrigens das Intro der HBO Fernsehserie "How to make it in America"). Aloe Blacc war bis anhin vorallem dem Hip-Hop-Publikum ein Begriff, nämlich als MC des Indie-Rap-Duos Emanon (mit DJ/Producer Exile).
Der aus Los Angeles stammende Musiker spricht fliessend spanisch und nahm auch eine Latin-Version von John Legends "Ordinary people" auf. Sein musikalischer Horizont bewegt sich von Rap über Latin, Folk, Jazz bis hin zum R&B und Soul. Die Metamorphose vom independent MC hin zum hippen Soul-Newcomer hat sich auch äusserlich vollzogen. So trat Aloe Blacc im Giraffenhemd, Veston und Afro-Frisur vor die gespannte Zuschauermenge. Ich dachte nur: "Wow, Motown is back! Der Typ bringt ja nichts wirklich Neues und Revolutionäres, aber was kann daran falsch sein, in die Fussstapfen von Otis, Al, Marvin, Stevie, Bill und Sly zu treten?!" Und dass der gute alte Motown-Soul wieder hip und auch massentauglich ist, haben unter anderem Blaccs Labelkollege Mayer Hawthorne oder die Dap-Kings mit ihrer versoffenen Frontfrau (nein, ich meine nicht Sharon Jones!) unlängst bewiesen.
Letzten Freitag war ich Gast-DJ am Helsinki-Soulstew, wo mir Herr Wempe (Sonic Records) steckte, dass Aloe Blacc am Dienstagabend für ein kurzes Promo-Set in die kleine Bombay-Bar im Zürcher Langstrasse-Quartier vorbeischauen würde. Das konnte ich mir natürlich nicht entgehen lassen, denn seit ich "I need a dollar" vor ein paar Wochen entdeckte, geht mir die Piano-Hook nicht mehr aus dem Kopf. (Der Song ist übrigens das Intro der HBO Fernsehserie "How to make it in America"). Aloe Blacc war bis anhin vorallem dem Hip-Hop-Publikum ein Begriff, nämlich als MC des Indie-Rap-Duos Emanon (mit DJ/Producer Exile).
Der aus Los Angeles stammende Musiker spricht fliessend spanisch und nahm auch eine Latin-Version von John Legends "Ordinary people" auf. Sein musikalischer Horizont bewegt sich von Rap über Latin, Folk, Jazz bis hin zum R&B und Soul. Die Metamorphose vom independent MC hin zum hippen Soul-Newcomer hat sich auch äusserlich vollzogen. So trat Aloe Blacc im Giraffenhemd, Veston und Afro-Frisur vor die gespannte Zuschauermenge. Ich dachte nur: "Wow, Motown is back! Der Typ bringt ja nichts wirklich Neues und Revolutionäres, aber was kann daran falsch sein, in die Fussstapfen von Otis, Al, Marvin, Stevie, Bill und Sly zu treten?!" Und dass der gute alte Motown-Soul wieder hip und auch massentauglich ist, haben unter anderem Blaccs Labelkollege Mayer Hawthorne oder die Dap-Kings mit ihrer versoffenen Frontfrau (nein, ich meine nicht Sharon Jones!) unlängst bewiesen.
Neben ein paar Covers seiner (und meiner) Lieblingssoulnummern wie "Use me" von Bill Withers, "Let's stay together" von Al Green und "If you want me to stay" von Sly Stone sang Aloe Blacc auch noch zwei seiner eigenen Songs. (Bemerkung am Rande: Vor gut zwei Wochen stellte ich meinen Summer-Mix hier zum Download bereit. Da mixte ich Blaccs "I need a dollar" in Sly Stones "If you want me to stay". Beim Showcase staunte ich dann nicht schlecht, als Aloe "déja-vu-mässig" exakt analog die beiden Songs nacheinander interpretierte. Ich habs ihm im Anschluss ans Showcase erzählt und dass mich der Basslauf und das Piano am Ende von Slys Song an seine Piano-Hook erinnerte usw. Er überlegte kurz, schmunzelte und pflichtete mir bei.)
Aloe Blaccs Showcase bestach durch Authentizität und Coolness. Seine Tanzeinlagen erinnerten an die Bar-Kays bei Wattstax. Die Reaktion des anwesenden Publikums war ein wenig verhalten, alleine bei den kurzen Falsett-Einlagen gabs Szeneapplaus. Das wird sich jedoch spätestens im Herbst ändern, wenn Mister Blacc mit seiner Soul-Band (El Michels Affair?!) und dem neuen Album "Good Things" (als Antwort auf Marvin Gayes "What's going on" zu verstehen?!) im Gepäck auf Europa-Tournee kommt und auch in der Schweiz vorbeischaut. Manch einer kam wohl nach Blaccs Erstling "Shine Through", spätestens jedoch nach dem gestrigen Abend, zum selben Schluss wie ich: Da hat sich Stones Throw Records wirklich ein Goldkehlchen an Land gezogen! Aloe Blacc vereint alle mir wichtigen Subgenres der Black-Music, und genau deshalb werde ich seine Karriere mit Spannung weiterverfolgen. "Keep that Soul alife!"
Montag, 31. Mai 2010
Sonntag, 23. Mai 2010
SUMMER MIX
Endlich Sonne! Und damit man die sommerlichen Temperaturen doppelt geniessen kann gibts hier noch die passende Musik dazu. Ein 15-minütiger Mix aus good feel grooves. Einfach downloaden, auf den iPod laden und den Sommer geniessen, viel Spass!
Dienstag, 18. Mai 2010
RECORDSTORE #2: SONIC RECORDS

Im Schweizer Vinyl-Mekka Zürich gibt es unzählige Plattenläden. Einer davon ist der von Klemens Wempe geführte Sonic Records. Sobald man den Laden betritt, taucht man ein in die Welt der schwarzen Musik. Wer überteuerte Raritäten und schlechte Musik sucht, wird hier nicht fündig. Das Sortiment setzt sich vor allem aus Classics und Neuheiten der Genres Rap, Funk und Soul zusammen, wobei man auch immer wieder mal Sachen entdeckt, die man vorher nicht kannte. Der Sonic ist aber noch mehr als ein Plattenladen. Nebst dem schwarzen Gold lassen sich hier auch eine kleinere oder grössere Auswahl an Mixtapes, Magazines, Büchern, DVDs und T-Shirts finden. Einfach alles, was den künstlerischen Wert der Hip-Hop- und Black Music-History unterstreicht. Man spürt die Liebe zur Oldschool, zur Soul- und Funk-Musik, zu ihrer Geschichte und ihren Protagonisten. Inhaber Klemens Wempe trifft man auch regelmässig hinter den Plattentellern an. Als DJ Soulsonic hat er zusammen mit CEO Müller die erfolgreiche Partyserie "Rap-History", welche unter anderem bereits Ableger in Berlin und Warschau fand, ins Leben gerufen. Zudem lässt Wempe zusammen mit den Herren Novak und Sanfilippo allmonatlich im Zürcher Club Helsinki als "Helsinki Soul Stew" den Soul aufleben.
Sonntag, 16. Mai 2010
HAPPY BIRTHDAY BILLY COBHAM
10, 15 oder beinahe 20 Jahre? Keine Ahnung mehr, wie lange es her sein mag, dass ich Billy Cobham live erleben durfte. Ich kann mich auch nicht mehr erinnern, wie es mich in diesen Luzerner Drummershop verschlagen hatte, wo ich mit ca. 50 anderen Typen (bis auf mich wahrscheinlich alles Schlagzeuger) Billy Cobhams Set mitverfolgte. Was mir jedoch noch genau in Erinnerung
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